Donnerstag, 10. Juni 2021

Musterschüler




Zum besseren Verständnis - der Musterschüler in der Literatur (Originaltitel: Apt Pupil) ist ein Thriller des Regisseurs Bryan Singer aus dem Jahr 1998. Der Film basiert auf der gleichnamigen Novelle von Stephen King, die von der krankhaften Freundschaft zwischen einem Teenager und einem flüchtigen nationalsozialistischen Kriegsverbrecher handelt.


In Los Angeles enttarnt Todd, ein Teenager mit fundierten Kenntnissen in deutscher Geschichte, einen Ex-SS-Mann und KZ-Aufseher, der ein zurückgezogenes Leben als angeblich ukrainischer Einwanderer führt. Er droht Kurt Dussander, der jetzt unter dem Namen Arthur Denker lebt, an die Polizei auszuliefern, sofern dieser nicht detailliert seine grausamen Taten in den Konzentrationslagern schildert. Mit diesen Geschichten will Todd seine eigenen unterschwelligen Macht- und Gewaltphantasien befriedigen. Er erleidet davon jedoch Alpträume und Visionen, in denen er sich selbst als Opfer in einer Gaskammer sieht. Gleichzeitig findet er Geschmack am faschistoiden Machtgebaren. So besorgt er eine SS-Uniform und zwingt den alten Mann, mit dieser Uniform vor ihm zu exerzieren.

Im Laufe der Zeit entwickelt sich zwischen Todd und Denker eine Art komplizierte Beziehung wechselseitiger Macht- und Schamgefühle. Zunächst zwingt Todd Denker, durch die Drohung ihn bei der Polizei anzuzeigen, zum Erzählen. Später versucht Todd zeitweise, seinen Fehler wieder rückgängig zu machen, aber Denker erklärt ihm, dass es jetzt kein Zurück mehr gebe. Denker behauptet, er habe seinerseits ein belastendes Dossier über Todd erstellt, denn wer einen nationalsozialistischen Verbrecher decke, stehe genauso in der öffentlichen Verachtung wie der Verbrecher selbst.

Darüber hinaus suggeriert Denker dem jüngeren Todd, dass dieser die Voraussetzungen für einen SS-Mann noch nicht erfülle. Hierzu gehöre die Lust am Töten von Menschen, welche die absolute Machtdarstellung sei. Auf diese Weise motiviert Denker den Teenager dazu, einen Obdachlosen zu erschlagen. Zuvor fanden sowohl Denker als auch Todd heimliches Vergnügen an Tierquälerei.

Die wechselhafte Beziehung endet, als Denker mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert wird, wo sein Bettnachbar, ein KZ-Überlebender, sein Gesicht erkennt. Denker begeht daraufhin Selbstmord. Im nachfolgenden Medienrummel wird vom FBI auch gegen Todd ermittelt, dem jedoch kein Vergehen nachgewiesen werden kann. Fortan gilt er als unschuldig und führt mit seinem dunklen Geheimnis – wie zuvor Dussander – eine bürgerliche Existenz









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