Sonntag, 29. Mai 2022

Ohne Abschluss





An der Uni scheitert jeder dritte Studierende. Studienabbruch oder Fachwechsel sind an deutschen Hochschulen eher die Regel als die Ausnahme. Zeitverlust und Frustration sind oft die Folge. Dabei gibt es zahlreiche Beratungsangebote für studierwillige Abiturienten.

Auch wenn ein Studienabbruch bei Weitem nicht das Ende der Berufslaufbahn bedeutet, tragen gute Vorbereitungen dazu bei, Zeitverluste in der beruflichen Karriere zu vermeiden. Die häufigsten Gründe für Abbrüche der Ausbildung seien Leistungsprobleme und finanzielle Schwierigkeiten .

Es gibt nur noch wenige gerade verlaufende Karrieren von der Schule über die Ausbildung hinein in den Berufsalltag. Genaue Angaben über Studienabbrüche gibt es nicht, bei der Exmatrikulation müssen keine Gründe genannt werden. Diese reichten von Fachrichtungs- und Hochschulwechsel, bis hin zu berufs- und arbeitsmarktbezogenen. privaten oder finanziellen Gründen. 

Auch wenn man diese Bildungsverläufe nicht individuell nach verfolgt, geht man davon aus, dass von einem Anfängerjahrgang rund 60 % einen Abschluss machen nur eben nicht unbedingt in der ursprünglich gewählten Studienrichtung.

Ähnlich ist die Einschätzung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung. Danach scheitert jeder Dritte an Unis und jeder Vierte an Fachhochschulen, bei Berücksichtigung der schwierigen Erfassung. Allerdings liege die Abbrecherquote gerade in den am Arbeitsmarkt begehrten Technikfächern sehr hoch: im Bauingenieurwesen bei 51 %. in Mathematik immerhin noch bei 47 %. 

Die Arbeitsagenturen sind in ganz Deutschland darauf vorbereitet. Überforderung und Finanzprobleme führen häufig dazu, dass junge Leute ihr Studium abbrechen. Berufsberater gehen deshalb an die Schulen, auch Hochschulen und Studentenorganisationen damit der Kontakt zu den Betroffenen schon möglichst bald herstellen lässt. 

Aus persönlichen Erfahrungen in der Erwachsenenbildung und durch Gespräche mit den Personalchefs von großen Unternehmen sind in der Zwischenzeit viele Firmen auf die Möglichkeiten und die Qualitäten der Studienabbrecher gekommen. Ein Studienabbrecher ist oftmals eine gute Lösung, den bei richtigen Einsatz sind die Abbrecher sehr dankbare, motivierbare Mitarbeiter die sich der letzten Chance die sie bekommen haben auch bewusst sind. Sie sind im Vergleich zu den Bachelors im Betriebsalltag besser integrierbar und sind innerbetrieblich angesehen, weil die Anspruchshaltung unter der der Bewerber liegt die einen niedrigen Abschluss vorweisen können.

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