Erfolgreiches Lernen


Wer kennt das nicht, Prüfungen oder Klausuren stehen vor der Tür, der Stoff ist wieder einmal kaum zu bewältigen und die Motivation zum Lernen ist in Anbetracht des Berges an Lernstoff gegen Null gesunken. 


Ein paar Tipps, wie es gelingen kann sich, speziell, effektiver, strukturierter und motivierter zu lernen. 

Zuerst einmal kann muss man zwischen kontinuierlichen Phasen des Lernens zur Vor- und Nachbereitung der Inhalte und zwischen temporären Phasen des Lernens unterscheiden. 

Beide Phasen des Lernens hängen eng miteinander zusammen. Eine kontinuierliche Vorbereitung der Inhalte könnte beispielsweise darin bestehen, die angegebene Literatur vor der wöchentlichen Veranstaltung durchzulesen, so dass gezielte inhaltliche Fragen helfen können, schwierige Inhalte besser zu verstehen. 

Nachbereitung könnte u. a. darin bestehen, den Stoff zu strukturieren und zu über-prüfen, ob man alles verstanden hat, um bei Bedarf gezielter in der Literatur nachzulesen oder ruhig auch mal zu fragen. 

Diese effektive Vor- und Nachbereitung verhilft zu einer elaborierten Wissensaneignung und bildet somit eine wichtige Voraussetzung und Stütze zum Verständnis. 

Für beide Lernprozesse können zudem bestimmte zeitsparende und optimierende Methoden und Lerntechniken unterstützend wirken. 

Gewohnheiten und Rituale im Lernrhythmus können zu einer gewissen Kontinuität des Lernprozesses verhelfen. Zu einer Optimierung der Prüfungslernphase und der Aufrechterhaltung der Motivation, auch über einen längeren Zeitraum kontinuierlich und effektiv zu arbeiten, haben sich folgende Tips zur Zeitplanung bewährt: · 


  • Regelmäßige und feste Lernzeiten; besonders effektiv sind dabei Lernzeiten am Vormittag und späteren Nachmittag.
  • Regelmäßige Pausen; alle 90 Minuten eine Pause von 15-20 Minuten und eine größere Pause von 1- 3 Stunden nach 4 Stunden Lernen, kleine Pause nach Abschluss eines Lernstoffes oder eines Methodenwechsels.
  • Einplanen von freien Tagen oder auch mal eines Urlaubes 
  • Minimal und Maximallernzeit pro Tag festlegen und sich daran halten 
  • Entspannungszeit vor dem Schlafengehen; Lernzeiten so einplanen, dass mindestens 30 Minuten vor dem Schlafengehen Zeit zum Entspannen bleibt. 
Eine Differenzierung am Arbeitsplatz erleichtert das Lernen, sowohl während der kontinuierlichen Lernphasen, als auch in der Prüfungsvorbereitung. Dabei sollte folgendes beachtet werden: 

Trennung von Freizeit- und Arbeitsbereich: Es sollten nur Gegenstände auf dem Schreibtisch liegen, die für die Lernarbeit wesentlich sind, Essen und Pausen nur im Freizeitbereich, externe Lernmöglichkeiten nutzen 

Ordner und Karteikästen für einzelne Lernfächer, Themengebiete anlegen: Karteikarten anlegen, farbige Karten je nach Themengebiet, Infos und Thematisches nach übersichtlichen Kategorien sortieren, Oberbegriffen zuordnen.

Entspannungsverfahren und Sport 


Es ist wichtig, zwischen den Lerneinheiten Stress abzubauen, um wieder aufnahmefähig für die nächste zu sein. Für jeden / jede kann es ein anderen Weg geben, um sich optimal zu entspannen; Sport, autogenes Training, progressive Muskelentspannung oder Selbsthypnose, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. 

Sport: Besonders gut geeignet sind Ausdauersportarten wie Joggen, Schwimmen, Tennisspielen, etc., weil dadurch die Durchblutung angeregt wird und Stresshormone abgebaut werden. 

Autogenes Training (AT); Autogenes Training (auto = selbst, gen = entstehen) ist eine Methode der Entspannung, die in einer Person entsteht; mentale Fitness, ein Zustand großer innerer Ruhe und Gelöstheit (erhöhte Konzentrationsfähigkeit, Stressabbau, etc.) kann dadurch erreicht, sowie auf verschiedene körperliche Dysfunktionen (Magen-Darm Probleme, Kopfschmerzen, Durchblutungsstörungen,...) positiv eingewirkt werden. 

Für den Anfänger beträgt der Zeitaufwand bis zu 15 Minuten täglich, aufgeteilt auf zwei bis dreimal Training (morgens, mittags, abends). Bei Fortgeschrittenen findet Versenkung und Entspannung schon innerhalb einer Minute und je nach Gebrauch statt.

Progressive Muskelentspannung: Die progressive Muskelrelaxation (PMR) nach E. Jacobsen dient der frühzeitigen Wahrnehmung und nach Möglichkeit auch aktiven Verminderung von Spannungszuständen in der Muskulatur. · 

Selbsthypnose: Hypnose ist ein bewährtes Verfahren zur Behandlung von vielen psychischen und körperlichen Störungen. Besonders geeignet ist es in diesem Zusammenhang zur Behandlung von Prüfungsängsten und Motivationsproblemen. 



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